Fragen & Antworten

Fragen zur Stationären Kurzzeitpflege

Was ist Kurzzeitpflege?

Wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann (z.B. nach einem Krankenhaus- oder Reha-Aufenthalt oder wenn noch kein Pflegeheimplatz zur Verfügung steht), ist die Aufnahme in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung möglich. Die Pflegeversicherung übernimmt dabei die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen von bis zu 1.612 € pro Kalenderjahr.Die Dauer des Aufenthaltes in der Kurzzeitpflege kann mittels der Urlaubs- und Verhinderungspflege verlängert werden. Allerdings muss der Pflegebedürftige mindestens sechs Monate in der Häuslichkeit gepflegt worden sein und eine genaue Rücksprache mit der Pflegekasse erfolgen.

Was ist Verhinderungspflege?

Wenn die Pflegeperson verreist oder aus anderen Gründen (z. B. Krankheit) verhindert ist, hat der Pflegebedürftige einen Anspruch auf eine Verhinderungspflege für bis zu vier Wochen im Jahr. Die Pflegekassen übernehmen hierfür einen Betrag von bis zu 1.612 € je Kalenderjahr für den pflegebedingten Kostenanteil der Verhinderungspflege. Diese können sowohl für häusliche Versorgung durch einen Pflegedienst als auch für die Betreuung im Rahmen der Kurzzeitpflege verwendet werden.

In einem Kalenderjahr können sowohl Verhinderungspflege als auch die „normale“ Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden.

Welche Leistungen werden geboten?

In der Kurzzeitpflege werden alle Leistungen eines Alten- und Pflegeheims geboten. Kurzzeitpflege und vollstationäre Versorgung in einem Alten- und Pflegeheim unterscheiden sich lediglich dadurch, dass die Unterbringung in der Kurzzeitpflege auf einen Zeitraum von maximal vier Wochen befristet ist, während die Aufnahme in ein Alten- und Pflegeheim unbefristet sein muss.

Wann ist Kurzzeitpflege sinnvoll?

Ist die Pflege für einen vorübergehenden Zeitraum im häuslichen Bereich nicht möglich, kann der Pflegebedürftige in eine Kurzzeitpflegeeinrichtung aufgenommen werden.

Für den Bedarf an Kurzzeitpflege kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Zur Entlastung pflegender Angehöriger bei Überforderung, Urlaub, Kur, Erkrankung der Hauptpflegeperson,
  • zur Krisenintervention bei kurzfristiger Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Pflegebedürftigen und Überforderung der Hauptpflegeperson,
  • als Krankenhausnachsorge bedingt durch die soziale Situation (z. B. allein lebend), Überforderung der Hauptpflegeperson, zur Mobilisierung und Rehabilitation,
  • zur Abklärung, ob eine stationäre Versorgung auf Dauer erforderlich wird oder andere Lösungen möglich sind,
  • sowie zur Überbrückung, bis ein geeigneter bzw. gewünschter Dauerpflegeplatz in einem Alten- und Pflegeheim zur Verfügung steht.

Welche Kosten entstehen?

Soweit ein Pflegegrad für die häusliche Pflege bereits festgestellt ist, gilt diese auch für die Kurzzeitpflege. Die Pflegekassen übernehmen die Kosten für die Kurzzeitpflege, pro Kalenderjahr bis zu einem Gesamtbetrag von 1.612 € für die pflegebedingten Aufwendungen, maximal für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen.

Bei Urlaubs-/Verhinderungspflege können nochmals die Kosten bis zu einem Gesamtbetrag von 1.612 € durch die Pflegekasse übernommen werden.

Sowohl für die Kurzzeitpflege als auch für die Urlaubs- und Verhinderungspflege sind durch den Bewohner, die Kosten für Unterkunft, Verpflegung sowie die Investitionskosten privat zu zahlen.